SVC mit Personalnot in Friedberg

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SVC mit Personalnot gegen Friedberg
Von Felix Heck
Stuttgart – Eigentlich hatte man bereits vor wenigen Wochen im heimischen Mombachbad die Verhältnisse klar gerückt: Doch den deutlichen Sieg gegen den Tabellenletzten Friedberg konnte der Schwimmverein Cannstatt am vergangenen Wochenende im Rückspiel überraschend nicht wiederholen. Mit starker Personalnot und praktisch keinen Wechseloptionen unterlag man den Hessen mit 4:7 (0:2, 1:2, 1:3, 1:1).

Ein „klarer Sieg“ hätte das werden müssen, war sich Trainer Andras Feher nach dem Schlusspfiff im Freibad Friedberg sicher – wären da nicht die unvorhersehbaren Personalsorgen der Cannstatter gewesen, die ebendiesen geplanten Durchmarsch kurzfristig verhinderten. Unter anderem mussten Kapitän Lennart Löscher, Youngster Finn Julius Wörn (beide erkrankt) und Routinier Christoph Vorpahl kurz vor Abfahrt ihre Teilnahme schweren Herzens absagen. Hinzu kam ein im Heimreiseverkehr aus dem Urlaub feststeckender Tim Kraut sowie der aus dem letzten Spiel gesperrte Benjamin Lehmann. Schlussendlich machten sich nur acht Vertreter aus Stuttgart nach Hessen auf – was genau eine Wechseloption für Trainer Andras Feher übrigließ, die zu allem Überfluss in Soma Mihalik auch noch ein eigentlich gelernter Torwart bekleidete.
Entsprechend schwer gestaltete sich von Anfang an die Freiluftpremiere des SVC, der zudem erstmals in dieser Saison auf dem sogenannten „großen Feld“, also mit 30 statt 25 Meter Länge, antreten musste. Der VfB Friedberg, mit dreizehn Mann in absoluter Optimalbesetzung angetreten, konnte von Anfang an völlig frei und mit einer langen Bank im Rücken aufspielen. Dem versuchte der SV Cannstatt lange alles Mögliche an Gegenwehr zu erwidern, was anfangs auch problemlos gelang. Dennoch reichte die Kraft auf Seiten der Neckaranreiner selten zu kraftvollen Gegenschlägen und so vermochten die Hausherren eine mit spielerischen Höhepunkten kaum gesegnete Begegnung souverän für sich zu entscheiden. Ein Resultat, das auch Feher nach Erhalt der zahlreichen Hiobsbotschaften aus dem Kader kaum anders erwartet hatte: „Mit so wenig Manpower auf der Bank gestaltet sich jedes Spiel schwierig. Den Umständen entsprechend haben wir das heute diszipliniert zu Ende gebracht und die Tordifferenz, die mit nur drei Toren absolut in Ordnung geht, nicht allzu groß werden lassen.“ Auch den siebten Tabellenplatz konnte man trotz der ärgerlichen Niederlage in der Sauerwasserstadt halten. Selbst das dadurch verursachte Heranrücken des Tabellennachbars Frankfurt auf lediglich zwei Zähler verursacht in der sportlichen Leitung des SVC noch keine Schnappatmung. Schließlich haben die Konkurrenten aus der Mainmetropole noch ein gehöriges Restprogramm zu absolvieren, das einige hartgesottene Gegner aus dem oberen Tabellendrittel beinhaltet. Und selbst wenn man am Ende der Saison mit den Frankfurtern Plätze tauschen müsste – ein Abrutschen seiner Mannschaft auf einen zu Saisonbeginn so gefürchteten Abstiegsplatz ist für Trainer-Urgestein Feher kaum mehr denkbar: „Ohne riesengroßem Pech ist das praktisch gar nicht mehr möglich. Trotzdem gilt es die Spannung jetzt weiter hochzuhalten und sich nicht zu früh zu freuen. Das Saisonziel Klassenerhalt wird uns bis zum letzten Spieltag antreiben.“ Bevor dieser jedoch erreicht ist, steht auch für den SV Cannstatt noch ein kleines Restprogramm aus fünf Partien an: Bereits kommenden Samstag empfangen die Wasserfreunde aus Fulda den Stuttgarter Traditionsverein.

Für den SV Cannstatt waren im Einsatz: Anastasios Bitsos, Soma Mihalhik (beide Torhüter), Fabian Thran, Julian Thran, Adrian Thran (1 Tor), Evan Müller (1), Daniel Stoll (1), Braeden Drennan (1)

  
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