SVC mit Personalnot gegen Würzburg

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Stuttgart – Acht verhinderte Leistungsträger, eine mit acht Spielern nur spärlich besetzte Mannschaft und eine deutliche 5:15 (1:4, 2:2, 2:4, 0:5)-Niederlage gegen den SV Würzburg 05: So lautet die Bilanz des Wochenendes aus Sicht der Zweitligawasserballer des SV Cannstatt.

Noch zu Beginn des neuen Jahres konnten die souverän aufspielenden Cannstatter den Unterfranken ein gehöriges Schnippchen schlagen: Die als Tabellenführer in den Januar gestarteten Würzburger waren den Cannstattern nach hartem Kampf unterlegen und hatten erst zum zweiten Mal in der Saison Punkte an ihre Gegner abgeben müssen. Eine kleine Restchance hatte man sich daher vor der Reise nach Bayern durchaus ausgerechnet – bis sich die Lage beim SVC über die Trainingswoche hinweg immer weiter verschlechterte: Fest eingeplante Leistungsträger wie Torgarant Finn Julius Wörn (Verletzung am Knöchel), Torhüter Anastasios Bitsos (wichtige Prüfungen) und auch Kapitän Lennart Löscher mussten zum Leidwesen von Trainer Andras Feher ihre Teilnahme absagen. Erwartbar schwer gestaltete sich von Anfang an der Spielaufbau der Gäste, die zwar nach gut einer Minute den Auftakttreffer der Partie erzielten, im Anschluss aber kaum zu nennenswerten Aktionen vor dem gegnerischen Tor kamen. Ein deutliches Chancenplus konnte sich derweil der Würzburger Angriff erarbeiten, der nach anfänglichen Startschwierigkeiten schnell zu alter Stärke zurückfand und besonders über die Centerposition immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen kam.
Der SV Cannstatt fand auf diese konsequenten Spielzüge wenig überzeugende Antworten, kam erst kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Adrian und Julian Thran zu seinem zweiten beziehungsweise dritten Treffer. Für ein knapperes Spiel agierten die Sauerwasserstädter schlicht zu defensiv, brachten es in vielen Situationen vor Ablauf der Angriffszeit nicht einmal zu einem Torschuss. Weniger kritikwürdig war indes erneut die Abwehrarbeit des SVC, der mit gewohnt disziplinierter Pressdeckung gleich mehrere Treffer verhindern konnte – sich jedoch auch anfällig für die harten Schiedsrichterentscheidungen zeigte. Miles Müller musste somit bereits zum Ende des dritten Durchgangs mit seinem dritten Ausschlussfehler das Wasser verlassen, was Trainer Andras Feher im anschließenden Spielabschnitt keinerlei Wechseloptionen mehr ließ. Konditionell am Limit agierend versuchten die Cannstatter im Anschluss zwar den bis dahin einigermaßen akzeptierbaren Spielstand zu halten, hatten dazu jedoch kaum eine Chance mehr. Und so gingen die Schwaben im letzten Viertel nach zuvor relativ konstanter Leistung endgültig baden.
Auch wenn die kleine Siegesserie des SV Cannstatt nun durch den fränkischen Torreigen jäh beendet wurde, setzt man den Fokus an der Mombachquelle bereits auf die nächsten Herausforderungen. Vor allem ist dies das mit Spannung erwartete Lokalderby gegen den SV Bietigheim, der am 7. Februar um 20.45 Uhr im Mombachbad gastiert. Wenn bis dahin einige Leistungsträger ihren Weg zurück ins Team finden, wäre den Hausherren auf jedenfalls schon mächtig geholfen.

Für den SV Cannstatt waren im Einsatz: Felix Heck (TW), Miles Müller, Fabian Thran, Julian Thran (2 Tore), Adrian Thran (2), Evan Müller (1), Braeden Drennan, Christoph Vorpahl

Von Felix Heck

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