Zehn Rekorde und jede Menge Lob

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Das 44. Dr.-Otto-Fahr-Swimmeeting des SV Cannstatt verbindet sportliche Höchstleistungen mit perfekter Organisation

Die monatelange Vorbereitung und die tatkräftige Unterstützung Dutzender ehrenamtlicher Helfer haben sich gelohnt: Die 44. Auflage des Dr.-Otto-Fahr-Swimmetings des SV Cannstatt ist zu einem vollen Erfolg geworden. „Es waren hochklassige, perfekt organisierte Wettkämpfe“, sagte der frühere Olympiaschwimmer Martin Kutscher, Geschäftsführer Leistungssport Schwimmen Baden-Württemberg: „Man kann den Cannstatter Veranstaltern nur ein dickes Lob zollen.“

Mehr als 400 Athleten gingen im Sindelfingen an den Start, darunter Schwimmer aus Ägypten, Liechtenstein und den Niederlanden sowie einige der größten Talente Deutschlands. Für den Höhepunkt der zweitägigen Wettkämpfe sorgte der mehrmalige Deutsche Jahrgangsmeister Marvin Dahler (SSG Reutlingen/Tübingen), der nicht nur zwei Meetingrekorde über 50 Meter Rücken (26,50) und 100 Meter Rücken (57,88) aufstellte, sondern auch den begehrten Super-Cup gewann.

In einem packenden Finale setzte sich der 17-jährige Rückenspezialist gegen den ein Jahr jüngeren Delfinschwimmer Paul Grunert (SV Mannheim) durch und sicherte sich ein Preisgeld von 750 Euro. Nicht nur deshalb war Dahler begeistert: „Ich komme jedes Jahr sehr gerne hier her. Es ist einfach eine tolle Veranstaltung.“ Der niederländische EM-Teilnehmer Thomas Verhoeven (21) war überraschend schon im Halbfinale des Super-Cups ausgeschieden – durfte sich aber mit einem neuen Meetingrekord über 50 Meter Schmetterling (24,70)  und der damit verbundenen Prämie von 90 Euro trösten.

In Topform präsentierten sich auch die deutschen Top-Nachwuchsschwimmerinnen vom Bundesstützpunkt in Heidelberg. Zoe Vogelmann (15) stellte neue Bestmarken über 100 Meter Freistil (57,73), 200 Meter Lagen (2:19,06) und 400 Meter Lagen (5:05,51). Die gleichaltrige Sprintspezialistin Sirintana Beune verbesserte die Rekorde über 50 Meter Rücken (29,91) und 50 Meter Freistil (26,85) – sehr zur Freude von Uta Brandl: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Mädels. Für uns ist dieser Wettkampf der ideale letzte Test vor den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin“, sagte die Juniorentrainerin der Heidelberger Kaderschmiede. Für weitere Rekorde sorgten Maike Jung (16) vom Swimteam HedDos über 200 Meter Brust (2:40,44) und Annika Huber (15) vom VfL Sindelfingen über 200 Meter Rücken (2:22,81).

Hochzufrieden durfte auch der Cannstatter Chefcoach Nikolai Schmidt sein, denn auch seine Nachwuchsathleten zeigten beim Heimwettkampf prächtige Leistungen. „Wir haben wieder einmal bewiesen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Schmidt. SVC-Toptalent Kim Herkle (15), die nur am ersten Tag am Start war, untermauerte ihre Ausnahmestellung mit dem Sieg im offenen Finale über 100 Meter Brust (1:11,92), eine weitere Goldmedaille sicherte sie sich über 50 Meter Brust.

Sogar sechsmal stand in ihrem Jahrgang Anna Rutz (11) ganz oben auf dem Siegertreppchen , fünf Goldmedaillen erschwamm Subäjr Biltaev (11). Drei Siege sicherte sich Jan Niklas Schmidt (12), zweimal durfte Elisa Kühn (10) nach jeweils souveränen Siegen über 200 Meter Brust und 400 Meter Lagen jubeln. Je eine Goldmedaille holten Kay Lederer (17), Tobias Haidle (15) Johanna Losner (11) und Fabian Kettinger (10). Gold für den SVC gab es zudem in der gemischten 6×50-Meter-Freistilstaffel in der Besetzung Subäjr Biltaev, Lotte Silber, David Leon Straßheim, Madlen Herbig, Kay Lederer und Emelie Keier. Eine stolze Bilanz für den Gastgeber.

Müde aber glücklich war am Ende der Mammutveranstaltung das SVC-Organisationsteam um Abteilungsleiter Matthias Schmitt und Sportfachwartin Heike Silber. Sie hatten von Freitagabend bis Montagmorgen fast rund um die Uhr gearbeitet. „Unser Verein hat bewiesen, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn alle mit anpacken“, sagte Schmitt und dankte den vielen Helfern aus allen Bereichen, den Eltern, Trainern, Masters und sonstigen SVC-Mitgliedern. Heike Silber ergänzte: „Alle haben ganz toll angepackt und mitgeholfen. All dies wäre ohne die Hilfe, den Einsatz und die großzügigen Spenden jedes Einzelnen nicht möglich gewesen.“

  
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