Verrücktes und erfolgreiches Wochenende für den SVC

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Bad Cannstatt/Pforzheim – Das Pensum bleibt für die Zweitligawasserballer des SV Cannstatt auch in der Vorweihnachtszeit groß: Während allerorten Besinnlichkeit einkehrt, stand für die Sauerwasserstädter am vergangenen Wochenende erneut ein anspruchsvoller Doppelspieltag an. Bei den gastgebenden Pforzheimern erkämpfte sich der SVC am Samstag zunächst ein torreiches 15:15 (3:5,3:5,5:1,4:4)-Unentschieden, bevor er sich dann am Sonntag selbst beschenken konnte: Im letzten Heimspiel des Jahres gegen den SC Neustadt/Weinstraße behielten die Hausherren mit 16:12 (2:4,5:2,5:3,4:3) souverän die Oberhand.     

In den letzten fünf Minuten des Samstagabendspiels gegen Pforzheim wurde es auf einmal leer um Trainer Jürgen Rüdt, der erneut für den wieder rot gesperrten etatmäßigen Mannschaftsbetreuer Andras Feher eingesprungen war: Ganz verwaist lag die Wechselbank am Rande des Wasserbeckens da und auch auf dem Spielfeld tummelten sich weniger Spieler, als es das Regelwerk sonst vorsieht. Der Grund war ein altes Problem des Schwimmverein Cannstatt aus der vergangenen Saison, das an diesem Adventswochenende zurückzukehren schien: Lediglich acht Spieler konnten die Reise in die Goldstadt antreten, den Kader plagten enorme Personalsorgen. Mit dieser deutlichen Unterbesetzung musste der SV Cannstatt in das spielintensive Wochenende starten und schaffte es zunächst auch, den personell deutlich besser aufgestellten Gastgebern gut Paroli zu bieten.

Doch zu allem Überfluss dezimierte sich das Cannstatter Aufgebot rapide weiter: Mitte des dritten Spielabschnitts musste der torgefährliche Djordje Milojkovic das Wasser mit drei Hinausstellungen endgültig verlassen. Alle Cannstatter mussten nun durchspielen, ehe sechs Minuten vor Schluss zu allem Übel auch noch Adrian Thran das selbe Schicksal ereilte. Die Schlussphase erlebte der SVC somit aus recht ungewohnter Position in dauerhafter Unterzahl. Gemessen an der bizarren Situation meisterten die Gäste ihre Aufgabe souverän, verteidigten effektiv und sicherten sich am Ende doch noch verdient einen Punkt.

Deutlich besser stand es um den Cannstatter Kader tags darauf: Sowohl Evan Müller als auch Jonathan Nemitz konnten auf den Spielbogen zurückkehren, der mit dem Routinier Christoph Vorpahl sogar um einen elften Namen erweitert werden konnte. Die erhöhte Manpower zeichnete sich von Anfang an auch im Spielgeschehen ab: Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigten die derzeitigen Tabellenführer ihre Dominanz und verwiesen den SC Neustadt/Weinstraße deutlich auf die Plätze. Spätestens nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel zu Gunsten der Hausherren, die schlussendlich mit 16:12 die gute Bilanz des Wochenendes aufrecht erhielten.

Für den SV Cannstatt waren im Einsatz:

Soma Mihalik (im Tor/ nur gg. Pforzheim), Anastasios Bitsos (im Tor/nur gg. Neustadt), Miles Müller (0 Tore gg. Pforzheim/ 2 Tore gg. Neustadt), Julian Thran (1/2), Lennart Löscher (4/0), Adrian Thran (1/3), Evan Müller (nur gg. Neustadt), Daniel Stoll, Djordje Milojkovic (5/0), Mike Troll (4/4), Christoph Vorpahl (nur gg. Neustadt/2), Jonathan Nemitz (nur gg. Neustadt/3)

Von Felix Heck

 

  
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